Westerwald 2015

Westerwald Mai 15

Ein Bericht von Hansi

So schnell geht ein Jahr vorüber. Wie schon letztes Jahr trafen wir uns wieder in Welschneudorf (bei Montabaur) mit der befreundeten Rettungshundestaffel der Malteser Kreis Steinfurt und dem DRK Ortsverein Kannenbäckerland zu einem Mantrailer-Seminar.

Donnerstag 1. Tag

Am Donnerstag den 14.5.2015 um 10:00 Uhr starteten wir zum Trail von Montabaur Tonnerrestraße aus weiter zur Brackleystraße über die Brücke der Bundesstraße 255 durch das Wohngebiet Am Himmelfeld und Sonnenring.

Danach ging es dann in den Wald. Endlich Schatten, bei Temperaturen um die 25 Grad eine Wohltat für Hund und Mensch.

Während die einen sich durch Straßen, Gassen, Wald und Wiesen Ihren Weg mit den Hunden suchten, führten die VP´s (Versteckpersonen) mit Ihren Hunden am Zielpunkt kleinere Übungen durch.

Dann erreichte die VP's der Funkspruch, dass in den nächsten Minuten die Gruppe am Zielort auftauchen wird. Schnell wurden die Hunde eingepackt und die VP's platzierten sich in der Wiese wie besprochen.

Da, ein erstes Anzeichen, die Nachbarhunde aus den Gärten machten sich bemerkbar und auch schon war der erste Hund mit Hundeführer zu sehen in der Neuwiesenstraße in Heiligenroth.

Ein Hund nach dem anderen suchte und fand seine Versteckperson. Die Hundeführer wussten dabei nicht welche Person gesucht wird. Allein der Hund musste es herausfinden.

Nach einer Strecke von ca. 3 Km waren alle froh das Ziel erreicht zu haben. Gemeinsam ging es mit dem Shuttleservice zurück zum Ausgangspunkt.

Freitag 2. Tag

Am Freitag den 15.5.2015 durften die Versteckpersonen vom Vortag jetzt auch zu ersten größeren Trail antreten.

Startpunkt war die Bushaltestelle Wirzenborn im Gelbachtal. Von dort aus machten wir uns auf den ca. 2,8 Km langen Weg mitten durch den Wald, ganz in der Nähe der Venusstraße 3-9 in Montabaur. Die Serpentinen der Kapellenstraße und Heiligenrother Straße hoch ginge es weiter durch den Wald über Feld und Wiesen bis zur L 318, Limburger Straße.

Es war nicht einfach die stark befahrene Straße zu überqueren. Noch dazu kam die Thermik und der Wechsel zwischen Sonne und Schatten, beides Dinge die es uns nicht gerade leicht machten die richtige Spur zu finden.

Nach einer Pause am Modellflugplatz, bogen unsere Hunde links ab Richtung Wohngebiet. Dort angekommen und nach einer kleinen Ablenkung durch andere Hunde im Garten ging es zielstrebig rechts ab in den Wald. Es ging ca. 70m einen steil ansteigenden Trampelpfad  hinauf. Da sahen wir sie schon, unsere VP's verteilt im Unterholz.

Und wieder wussten wir nicht wer unser gesuchte Person ist, aber da konnten wir uns ganz auf unsere Hunde verlassen. Zielstrebig den Geruch in der Nase, kämpften sich die Suchteams gemeinsam durch das schwer zugängliche Gelände, bis hin zur gesuchten Person. Dort durften sich unsere Hunde die leckere Belohnung abholen.

Nach dem alle Teams Ihre VP´s gefunden hatten ging es zum Abschluss des Tages noch Richtung Schloß zum Rathausplatz ein Eis essen. 

Samstag 3. Tag

Am Samstag den 16.5.2015 war der große Tag gekommen. Wir sollten nun das Gelernte umsetzen.

Unser Instruktor Lothar gab beiden Teams ihre Aufgaben wie folgt:

"Hier sind eure Geruchsträger Abgangspunkt Gruppe 1 Parkplatz am Friedhof

Abgangspunkt Gruppe 2 Kreuzung Zum Weißen Stein, Start in 30 Minuten

Viel Erfolg."

Beide Teams gingen zu ihren Abgangspunkten und begannen mit der Suche nach den VP's ohne weitere Anhaltspunkte zu haben.

Es ging wie schon die Tage zuvor quer durch den Ort Welschneudorf hinaus auf's Feld durch Wiese und Wald.

Nach ca. 4 Std und gefühlten 20 Km (es waren in Wirklichkeit nur ca. 4 Km) erreichte Gruppe 2 die südlichen Ausläufer der Fischzuchtanlage in Oberelbert Am Stelzenbach 15. Auf dem kleinen Pfad aus dem Wald heraus Richtung Fischzuchtanlage ging es quer durch den Bach, wo sich unsere VP'S auf der anderen Seite hinter Bäumen versteckten. 

Aber den Spürnasen unsere Hunde entgeht nichts, schnell waren die Personen differenziert (Anmerkung: der Hund muss beim Differenzieren die richtige Person anzeigen), ebenso schnell war auch die große Belohnung von den Hunden verputzt.

Inzwischen war Gruppe 1 ebenfalls am Ziel angekommen. 

Gemeinsam machten wir uns auf zu den Servicefahrzeugen, die uns mit den Hunden sicher zurück nach Welschneudorf brachten.

Nachdem alle Hunde versorgt waren, gab es vor dem Abendessen noch eine Abschlussbesprechung. 

Sonntag 3. Tag

Am Sonntag traten wir nach ausgedehntem Frühstück und großer Verabschiedung den Heimweg nach Filderstadt an, schon mit Vorfreude uns im August in Emsdetten wieder zu sehen.

Es war für mich und ich kann da bestimmt für alle Teilnehmer sprechen ein rundum schönes gelungenes, aber auch anstrengendes Wochenende.

Hans-Jürgen Beutel
(2. Vorsitzender des Vorstandes)

 

 

 

 

 

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