Besuch von der Hundeschule zem Pfötli

Mantrailer Filderstadt meets Hundeschule zem Pfötli

 

Am Wochenende vom 18.6 und 19.6. hat uns unsere Freundschaftsgruppe aus der Schweiz besucht.

 

Am Samstag ging es dann gleich richtig los. Unser Ausbilder Lothar hatte sich wieder eine knifflige Aufgabe rausgesucht. Lothar schnappte sich Selin und Jörg, zwei tolle schweizer Helfer die immer parat stehen um vermisste Personen zu spielen, und ging los um sich zu verstecken.

Vorher bekam jedes Mensch-Hund-Gespann einen Geruchsträger mit einer Nummer.

Dies erklärte er auch sogleich  als Differenzierungsübung am Schluss des Trails. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf, denn diesmal sollten alle gleichzeitig los laufen.

Die Einsatzführung der ersten Gruppe übernahm unser Trainer Hansi, die zweite Gruppe in der auch ich mich befand führte unsere Trainerin Rita. Jeder Hund durfte nur 20 Minuten arbeiten, das bedeutete das unsere Gruppenführer die Zeit immer genau im Auge behalten mussten.

Nach kurzer Zeit legte die erste Gruppe los. 4 Mensch-Hunde- Gespanne begaben sich also auf den Weg um unsere vermissten Personen zu finden.

Kurz danach durfte dann auch meine Gruppe  mit 5 Mensch-Hund-Gespannen los legen um diesen interessanten Trail zu starten. Die ersten 40 Minuten vergingen wie im Fluge, so wurde eine Pause eingelegt. Rita hatte die Uhrzeit genau im Blick um Hund und Mensch nicht zu überfordern.

Der Trail führte uns über Wanderwege, in Städte, durch Unterführungen und schließlich in den Wald. Für mich, die so einen großen Trail zum ersten mal mitmachte, war es sehr interessant zu sehen wie sich die Thermik bei jeder neuen Begebenheit veränderte. So wie auch der Wind, der die Partikel immer wieder weg fegte. Ich konnte beobachten wie die Hunde die nicht mehr aktiv in der Suche waren, trotzdem passiv weiter suchten. Wir haben uns im Team immer wieder abgesprochen, ob der Weg noch der richtige ist. Nach ca. 2 Stunden Wanderung kamen wir an einem Parkplatz an. Hier musste nun jeder Hund einzeln ran, nach und nach gingen die Hund-Mensch-Gespanne die letzten Meter zu ihrer vermissten Person die teilweise saßen oder auch lagen. An der vermissten Person angekommen kam nur noch die Frage: „Bist du Nr. 1,2 oder 3?“. Die Antwort war immer Ja. So konnten wir am Ende alle unseren Trail mit „Wir haben im Biergarten gefunden“ beenden.

 

Am Sonntag trafen wir uns dann alle mit neuer Energie, zu neuen Aufgaben. Dieses mal durfte jeder Hundeführer einen fremden Hund führen. Ein Hundeführer mit einem kleinen Hund bekam einen großen und umgekehrt. Zugleich mussten die Hunde durch eine Gasse mit Ablenkung durch, die aus Spielzeug und Leckerli und viel Halli Galli bestand. Fast jedem Hund viel diese Aufgabe sehr schwer, denn wie wir alle wissen spielen und fressen Hunde sehr gern. Trotz der schweren Aufgabe durch die Ablenkung und die Herausforderung das der eigene Hundeführer plötzlich weg lief kamen alle Hunde am Ziel an und wurden sogleich mit ihrer eigenen Belohnung belohnt.

Die zweite Aufgabe bestand dann im Differenzieren, alle Hunde mussten wiederholt durch eine kleine Gasse aus Menschen, diesmal ohne Ablenkung. Allerdings bestand hier die Schwierigkeit, dass alle nah beieinander standen und die Hunde genau die richtige vermisste Person anzeigen sollten. Mit kleinen Umwegen und viel Spaß haben die Hunde auch diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Die Erleichterung der Hundeführer war förmlich spürbar.

Nun folgte der letzte Trail. Trail - Paradox. Jeder der unseren Ausbilder Lothar kennt, weiss dass dies nichts normales sein wird. So war es dann auch. Lothar versuchte uns auf den Arm zu nehmen, denn er sagte:“ Jetzt nehmt ihr einen Geruch von eurem Hund und ich verstecke die Hunde.

Ihr müsst dann die Hunde suchen“. Dies ist natürlich nicht möglich, aber ein bisschen Spaß muss ja bekanntlich auch immer dabei sein.

Zu guter Letzt kam dann doch noch die richtige Aufgabe. Alle stellten sich in eine Reihe und bekamen den gleichen Geruch. Diesmal suchten alle unserer Helfer Rudi. Der letzte der ankommt, gibt einen aus! Dies wollte natürlich keiner und so sprinteten fast alle gleichzeitig los. Von Anfang an wird einem gesagt Ruhe in den Hund zu bekommen, also machten fast alle den gleichen Fehler. Aber auch hier, kamen alle an und am Ende war es allen ein großer Spaß, alle Hunde und Menschen auf einem Haufen zu erleben.

 

Es war ein sehr harmonisches Wochenende, mit vielen neuen Eindrücken und viel Spaß. Den Besuch der Schweizer genieße ich immer wieder auf ein neues und freue mich wieder dabei sein zu können wenn es heißt:“Wir fahren in die Schweiz.“

Vielen Dank für diese tollen Tage an alle Mitglieder der beiden Gruppen und an unseren Ausbilder Lothar, sowie an die Trainer Hansi und Rita. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen.

(Eure Debbie).

 

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